Einreichung eines Beitrags: Exposé, Reviewverfahren und Form
Alle Interessierten, die in der Medienpädagogik oder angrenzenden Disziplinen forschten oder eine Studie planen, können sich auch außerhalb der Calls jederzeit an der Forschungswerkstatt beteiligen. Da das Spektrum medienpädagogischer Forschung möglichst umfänglich abgebildet werden soll, können Beiträge zu etablierten und bekannten Studien genauso eingereicht werden wie Qualifikationsarbeiten, Berichte über „gescheiterte“ Projekte oder Skizzen zu Studien, die (noch) nicht abgeschlossen wurden. Entscheidend ist vielmehr, ob die gewonnenen Erfahrungen die Methodendiskussion der Medienpädagogik bereichern. Das Open-Access-Repositorium (Literaturdatenbank) wird kontinuierlich erweitert. Einreichungen sind daher auch außerhalb der Calls möglich.
Wenn Sie sich mit einem Beitrag am Projekt beteiligen möchten, senden Sie bitte zunächst ein Exposé (mit ca. 2000 Zeichen exkl. Literatur) an info[at]forschungswerkstatt-medienpaedagogik[dot]de. Das Exposé sollte den Titel des geplanten Beitrags, eine Kurzbeschreibung des Erkenntnisinteresses (beispielsweise in Form von Forschungsfragen), eine knappe Darstellung des Methodendesigns (Erhebung und/oder Auswertung) sowie Angaben zur Autor*in (inklusive aktueller institutioneller Anbindung) enthalten. Nach positiver Begutachtung des Exposés werden die Autor*innen zur Ausarbeitung eines vollständigen Werkstattbeitrags eingeladen.
Die Erstellung der Werkstattbeiträge erfolgt auf Grundlage der einheitlichen Beitragsstruktur und der Gestaltungsrichtlinien der Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Alle Autor*innen erhalten hierfür ein vorformatiertes Template mit allen erforderlichen Hinweisen zur Beitragserstellung. Der Umfang der einzelnen Werkstattbeiträge sollte 45.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen; exklusive Bibliografie/Literaturverzeichnis) möglichst nicht übersteigen.
Alle Vollbeiträge durchlaufen anschließend ein (double blind) Peer-Review. Die Begutachtungen dienen nicht allein der Qualitätssicherung, sondern verstehen sich ausdrücklich auch als konstruktive Unterstützung bei der inhaltlichen und methodischen Weiterentwicklung der Beiträge. Auf Grundlage der Rückmeldungen erhalten die Autor*innen Gelegenheit zur Überarbeitung und Finalisierung ihrer Manuskripte.
Nach Annahme der Endfassung werden die Beiträge redaktionell bearbeitet, mit einem DOI versehen und sukzessive als Open-Access-Publikationen im Repositorium der Forschungswerkstatt Medienpädagogik sowie in peDOCS bzw. im Fachportal Pädagogik „FIS-Bildung“ veröffentlicht. Nach Abschluss einer thematisch zusammengehörenden Gruppe von Beiträgen ist zudem die Zweitveröffentlichung weiterer Sammelbände im Münchner kopaed-Verlag geplant.
Gliederung und standardisierte Form aller Beiträge
Die folgende einheitliche Struktur erleichtert einerseits das Verfassen der Beiträge und gewährleistet andererseits auch deren systematische Einordnung und Übersicht.
A.
Titel: Titel und Untertitel benennen das Forschungsprojekt beziehungsweise die Studie sowie idealerweise auch die im Beitrag behandelten Forschungsansätze, Methoden oder Verfahren.
B.
Keywords: Mindestens sieben aussagekräftige Schlagwörter charakterisieren das Forschungsprojekt sowie die verwendeten Forschungsansätze, Methoden oder Verfahren. Die Keywords dienen der Verschlagwortung innerhalb des Repositoriums und erleichtern die gezielte Suche nach zugrundliegenden Theorien und Ansätzen sowie verwendeten Methoden und Verfahren.
C.
Abstract: Eine deutsch- und eine englischsprachige Zusammenfassung (jeweils etwa 150–250 Wörter) geben einen ersten Überblick über die Fragestellung, die (Erhebungs-)Kontexte, die Forschungsansätze sowie die zentralen methodischen Besonderheiten des Beitrags. Falls das Projekt bereits abgeschlossen wurde, können wesentliche Erkenntnisse der Studie kurz benannt werden.
D.
Forschungsprojekt: Im ersten Kapitel wird das Forschungsprojekt vorgestellt. Beschrieben werden hierin insbesondere Ausgangslage und Motivation, Forschungsfrage(n) und Zielsetzung, das gewählte Forschungsumfeld und die Proband*innen sowie ggf. zentrale Erkenntnisse. Da der Schwerpunkt des Werkstattbeitrags auf der Theorie– (vgl. E) und Methodendiskussion (vgl. F) sowie dem Forschungsprozess (vgl. G) liegt, sollte die Projektbeschreibung bewusst knapp gehalten werden. (Ergänzend kann auf weiterführende Projektpublikationen (vgl. J) oder auch Materialien, Transkripte und Dokumentationen (vgl. L) verwiesen werden.)
E.
Theoretische Basis: Das zweite Kapitel erläutert die theoretischen (und ggf. auch methodologischen) Grundlagen der qualitativen Studie. Darin sollte deutlich werden, welche theoretischen Perspektiven den Forschungsprozess geprägt haben und wie sich die Arbeit in aktuelle Forschungsdiskurse einordnet. Der Verweis auf einschlägige (auch auf eigene) weiterführende Literatur ist ausdrücklich erwünscht. (Das Literaturverzeichnis wird nicht in die Zeichenbegrenzung eingerechnet.)
F.
Methodendiskussion: Im dritten Kapitel werden die gewählten Forschungsansätze, Methoden und Verfahren vorgestellt, eingeordnet und ihre Auswahl begründet. Dieses Kapitel bildet den Kern des Werkstattbeitrags. Besonders willkommen sind methodologische und methodische Einordnungen, die nicht nur die Tauglichkeit der Ansätze und Methoden mit Blick auf die konkrete(n) Forschungsfrage(n) beleuchten, sondern überdies auch etablierte Verfahren weiterentwickeln, unterschiedliche Methoden kombinieren, innovative Forschungsdesigns entwickeln oder etablierte Ansätze kritisch reflektieren. In dieser Methodendiskussion geht es ausdrücklich nicht um die Beschreibung der eingesetzten Methode(n) und des konkreten Forschungssettings (vgl. G)), sondern um ihre theoretische/methodologische Einordnung und Begründung.
G.
Methodenbeschreibung des gewählten Forschungsdesigns: Sowohl die Erhebungs- und Auswertungsmethoden als auch der Forschungsprozess sollten so nachvollziehbar beschrieben werden, dass andere (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen (idealerweise auch Studierende) hieraus Anregungen für eigene Forschungsarbeiten gewinnen können. Willkommen sind hierbei insbesondere gesammelte Erfahrungen aus der Durchführung, konkrete Hinweise und Empfehlungen zur praktischen Umsetzung, sowie typische Herausforderungen, die Anpassungen während des Forschungsprozesses erfordern, Hinweise auf hilfreiche Literatur, Software und technische Werkzeuge sowie eine kritische Reflexion dessen, was sich im Forschungsprozess bewährte – und was nicht. Gerade Schwierigkeiten, Umwege oder auch gescheiterte Lösungsansätze sind wertvolle Erfahrungen, die in diesem vierten Kapitel ebenfalls ausgeführt werden können.
H.
Reflexion und Würdigung: Abschließend wird das vorgestellte Gesamtprojekt kritisch reflektiert. Dies kann in Form einer Selbstreflexion, als dialogische Reflexion (beispielsweise durch einen Critical Friend), durch die betreuende/begutachtende Person (bei Qualifikationsarbeiten) oder in einer anderen geeigneten Form wissenschaftlicher Reflexion erfolgen. Im Mittelpunkt des fünften Kapitels stehen die Potentiale und Grenzen der gewählten Forschungsstrategie sowie mögliche Schlussfolgerungen für künftige Arbeiten mit vergleichbaren Ansätzen und Forschungsdesigns.
I.
Abbildungsverzeichnis: Abbildungen, Tabellen oder Visualisierungen sind willkommen, sofern sie das Verständnis des Forschungsdesigns oder der Methodik unterstützen.
J.
Literatur: Das Literaturverzeichnis sollte neben den verwendeten Quellen ausdrücklich auch einschlägige weiterführende Literatur zu den vorgestellten Forschungsansätzen, Methoden und Techniken enthalten. Da die Forschungswerkstatt Medienpädagogik sich als Orientierungshilfe sowohl für Forscher*innen als auch die wissenschaftliche Qualifizierung versteht, freuen wir uns auch über Empfehlungen zum Weiterlesen – wie beispielsweise grundlegende Methodenliteratur sowie thematisch einschlägige (auch eigene) Veröffentlichungen. Die Bibliografie beziehungsweise das Literaturverzeichnis werden daher nicht in die Zeichenbegrenzung von 45.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) eingerechnet.
K.
Autor*innenprofil: Zum Abschluss bitten wir alle Autor*innen des Beitrags um kurze biographische Notizen (jeweils etwa 250–500 Zeichen) mit Angaben zu institutionellen Anbindungen sowie zu aktuellen Arbeitsschwerpunkten und Forschungsinteressen.
L.
Forschungsdaten und weiterführende Materialien [optional]: Sofern datenschutzrechtlich und urheberrechtlich möglich, freuen wir uns über Materialien, die die Werkstattbeiträge ergänzen, für andere Forscher*innen zugänglich machen und für Forschung und Lehre (weiter-)nutzbar sind. Hierzu zählen beispielsweise Interviewleitfäden, Beobachtungsbögen, Kategoriensysteme, Einwilligungsvorlagen, Reflexionsinstrumente, Erhebungsmaterialien oder andere Artefakte, die im Forschungsprozess entstanden sind und – im Sinne von open data – frei geteilt werden können. Diese Materialien können auf Wunsch in den Werkstattbeiträgen verlinkt und online veröffentlicht werden.